Jazzwa

Das war: JAZZWA.balkanisch im Linzer Musiktheater

Sympathisches musikalisches Integrationsprojekt

Nebojsa Krulanovics Trans Danube Orient Express Jazzwa rollt wieder.
ÖO NACHRICHTEN
von Christoph Haunschmid

Am Samstag präsentierte der Pianist und Sänger mit bosnisch-montenegrinischen Wurzeln im Linzer Musiktheater sein Projekt, das er seit 2004 mit großem Erfolg betreibt. Es vereinigt Musiker aus Serbien, Bosnien und Österreich und versteht sich als Integrationsprojekt.

Neben der musikalischen Vielfalt vermittelt Jazzwa auch ein Bild davon, wie eine Welt sein könnte, in der jeder seine Verschiedenheit leben kann und das Gemeinsame dennoch im Vordergrund steht. Das macht Jazzwa sympathisch und das Publikum dankt mit stehenden Ovationen.

Unterhaltsames Gebräu

Geboten wurde einiges: Da wäre Krulanovic als Sänger – zurückgenommen, und dennoch ausdrucksstark im Stile eines italienischen Cantautore, erzählt er, häufig im Duett mit der charmanten Sanja Zivkovic, Geschichten von Liebe und Tod, von Leidenschaft, Streit und Versöhnung. Da spielt Serbisches und Bosnisches mit, Anklänge an Roma-Musik und Exkurse ins Türkische werden zelebriert. Die Musik ist rasend schnell, dann wieder voller Trauer und Melancholie. Krulanovics Arrangements verbinden brillant Tradition und Moderne zu einem beeindruckenden und im besten Sinne höchst unterhaltsamen Gebräu. Großartig die Besetzung: Tomas Mandel Sopransax, Gerd Rahstorfer Trompete, Irene Kepl Violine, Manuela Kloibmüller Akkordeon, Enes Seferovic Bass und Gerhard Reiter Perkussion geben Krulanovics Ideen wunderbare Wirklichkeit.

OÖN Bewertung: ******
Foto: Reinhard Winkler